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Strafenflut ins Verderben

Monday, April 11, 2011

Die Vorzeichen für das erste Heimspiel der Bieler Junioren stand unter einem guten Stern, da man fast vollzählig gegen den Kantonsrivalen aus Thun antreten konnte. Leider wurden die guten Voraussetzungen durch eine Vielzahl von Strafen (Total 125y) und einer Offense mit Ladehemmungen nicht ausgenutzt, so dass das am Ende nicht der Sieg erhoffte herausschaute, sondern eine desolate Teamleistung, welche mehr als enttäuschend ist.

Das Spiel war wie zu erwarten, relativ ausgeglichen mit leichtem Vorteilen für die Thuner, welche im Gegensatz zum Bieler Angriff teilweise zu Firstdowns kamen und das eigene Spiel so am laufen halten konnten. Dennoch neutralisierten sich beide Teams mehrheitlich an der 50y Line.

Ab dem zweiten Quarter schien es, dass die Bieler Defense den Angriff der Thuner zu kontrollieren begann, ehe diese eines der vielen Geschenke, in Form von gratis Raumgewinn durch Strafen der Jets,  im vierten Versuch entgegen nahmen und in Führung gehen konnten. Ab diesem Zeitpunkt spielten die Jets nicht nur gegen die Oberländer sondern auch gegen das eigene Unvermögen. So zerstörte sich die Defense der Jets mal für mal riesige Raumgewinne durch Fauls aller Art und da der Angriff in der ersten Hälfte nicht einen Firstdown erzielte, durfte man schon von einer gewissen Konsternation sprechen nach der Halbzeitrücklage von 00:14.

Als nach der Pause auch noch feststand, dass RB Savonna mit einem Schlüsselbeinbruch ausfällt, wurde klar, dass es jetzt noch schwieriger würde, die bis dahin nicht existenten Angriffsbemühungen zu intensivieren. Dennoch gelang den Seeländern ein erheblich besserer Start. Nachdem der Thuner Angriff an der eigenen Endzone isoliert werden konnte, gelang den Jets ein Safety und konnten auf 2:14 verkürzen. Als dann kurz darauf der Angriff seine Blockade zu lösen begann wurde dieser dann durch einen Kurzen Lauf von QB Thaci mit einem Lauf in die Endzone belohnt. Allerdings auch da geschah ein Fumble, welche durch den Guard Möri wieder aufgenommen werden konnte und sich schlussendlich den Tochdown gut schreiben lassen konnte. Eine typische Szene für das Angriffsspiel der Jets, welche auch in der Folge keine Akzente setzten konnte. Aber auch die Defense tat sich keinen Gefallen in dem sie in regelmäßigen Abständen gute Vorarbeit in den entscheidenden Situationen mit Strafen wieder alles zerstörte. So erstaunte die Kombination aus Undiszipliniertheit und Unvermögen nicht, dass die Thuner noch einmal punkten konnten im dritten Quarter.

Das vierte Quarter blieb bis kurz vor Schluss ausgeglichen, allerdings lief den Jets die Zeit davon und rannten zusätzlich noch einem weiteren Touchdown hinter her bis zum Schlussresultat von 08:28. Der Sieg der Thuner war auf keinen Fall gestohlen und geht in Ordnung, dennoch wäre auf Seiten der Jets trotz der hohen Niederlage ein Sieg bzw. ein erheblich besseres Resultat möglich gewesen, hätte man sich an die minimalen Vorgaben aus der vergangen Trainingswoche gehalten.

Das Fazit nach zwei Spielen sieht relativ ernüchternd aus und man kann bereits fundamentale Schlüsse ziehen. Die Jets haben ein massives Disziplinproblem, welches vor allem der Defense Punkte gekostet hat und in der ersten Hälfte mitverantwortlich ist, dass man zwei Touchdowns erhalten hat. Kommt hinzu, dass im technischen Bereich noch intensiver gearbeitet werden muss, so dass die Anzahl der persönlichen Fehler abgeschaltet werden kann. Beide Punkte können korrigiert werden, es fragt sich nur wie lange dies dauern wird und wie die beiden Defensiv-Verantwortlichen Stadler/ Stauffer dies in der kurzen Zeit bewerkstelligen wollen.

In der Offense sind indes fundamentale Probleme auszumachen, welche teilweise mit dem Spielverständnis und der Kenntnis des Playbooks zusammen hängen. Dies darf in der jetzigen Saisonphase kein Thema mehr sein, obschon sehr viele Junge Spieler im neu formierten Angriff eingesetzt werden. Diesen Zustand muss Coach Spitznagel per sofort in den Griff kriegen, will man was erreichen in dieser Saison. Denn eines ist klar, Raumgewinne und Punkte sind ab kommenden Sonntag absolute Pflicht für den  Angriff der Jets. Die Zeit der Ausreden im Team der Jets ist nach zwei Spielen vorbei, jetzt sind Wille zum lernen und fokussierter Kampfgeist gefragt, ansonsten wird kein Blumentopf in der laufenden Meisterschaft gewonnen.




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Taurus

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