Nach fünf Minuten und einem 14:00 Rückstand im ersten Quarter schien die Partie für die Jets bereits gelaufen zu sein. Der Weckruf erreichte offensichtlich das stark dezimierte Team der Jets noch zu rechten Zeit, denn die beiden Touchdowns der Cardinals sollten die einzigen bleiben, ehe sich die Jets zu einem sicheren 14:26 Sieg steigern konnten.
Wurde aus den Reihen der Jets zu Beginn der Woche noch von einem normal großen Kader mit einzelnen Absenzen gesprochen für das Spiel in Fribourg, war man am Spieltag noch froh genügend Spieler zur Verfügung zu haben, damit eine konkurrenzfähige Truppe auflaufen konnte.
Nichts desto trotz wurden nach zahlreichen Umstellungen das Möglichste getan, damit die zuvor einstudierten Abläufe umgesetzt werden konnten. Gerade dies gelang in den beiden ersten Angriffswellen der Cardinals der Bieler Verteidigung in keinster Weise und musste durch zwei individuelle Fehler zwei TD’s von jeweils 30 bzw. 5 Yards zu lassen.
Sichtlich konstatiert musste Trainerneuling Stadler erfahren, dass funktionierende Trainingseinheiten und angedachte Verteidigungssysteme äußerst anfällig sein können an einem Spieltag wie heute. Der Weckruf saß wie ein Dorn , welcher gezogen werden musste und die Defense stabilisierte sich zusehendes und stoppte die Angriffsbemühungen der Cardinals rigoros bzw. erzeugten fortan öfters Fumbels oder Interceptions. Im Laufe des zweiten Quarters fand dann auch die neuformierte Offense ihren Rhythmus und erzielte nach einem 40 Yard Lauf durch Schori den Anschluss TD und nach der erfolgreichen Conversion durch Thaci stand es nur noch 14:08. Mitte des zweiten Quarters war es erneut Schori, welcher einen 30 Yard Pass fangen und mühelos in die Endzone tragen konnte zum Pausenstand von 14:14.
Die zweite Hälfte gelang den Jets beinahe optimal, welche nun in der Defense fast keinen Raumgewinn mehr zu ließ und so der Offense zunehmend günstige und gute Feldpositionen überließ, welche dann kurz nach Wiederbeginn durch Burri mit einem kraftvollen Lauf durch die Mitte den TD zur erstmaligen 14:20 Führung gekrönt wurde. Der Angriff der Cardinals war nun völlig abgemeldet und eröffnete den Jets zunehmend den Ballbesitz durch eine Vielzahl an Fumbels. Einer dieser Situationen konnten die Jets mit einem langen Pass auf Musy zu einem weiteren Touchdown nutzen und gingen mit 14:26 in Führung. Auf Grund dessen, dass die Defense der Jets angeführt durch Gabi und Schafer fast nach belieben die Angriffsintervalle stoppen konnte, flachte das Spiel zunehmend ab und die Jets konnten mehr oder weniger unaufgeregt das letzte Quarter herunter spielen und einen nicht unverdienten Startsieg verbuchen.
Wie bereits vor dem Spiel prognostiziert, war das Spiel durch zusätzlich durch die vielen Absenzen, individuellen Fehlern und Missverständnissen geprägt, was auch den völlig missratenen Start erklärt. Dennoch müssen sich einige heute abwesende Akteure hinterfragen, wie es bereist beim ersten Spiel zu einer solchen Flut von Verletzungen und Absagen kommen kann, wenn man zuvor fünf Monate in der Halle für 8-10 Meisterschaftsspiele trainiert.
Die anwesenden Akteure zollt indes die Anerkennung der Teamleitung, welche sichtlich erleichtert war nach dem Auftaktsieg. Insbesondere der Defensiv verantwortliche Stadler schien teilweise kurz vor einem Herzinfarkt zu stehen, was dieser am Ende des Spiels mit kaum noch vorhandener Stimme bestätigte.
Kommende Woche treten die Junioren um 11h in Biel gegen die Thun Tigers an, welche am Samstag in Winterthur mit einer Niederlage in die Meisterschaft gestartet sind.
Zuschauer: 50 Personen